Böschung oder Verbau: Wie eine Baugrube sicher bleibt
Erde ist schwer und rutscht ohne Vorwarnung. Deshalb gibt es klare Regeln, wie Baugruben gesichert werden. Die Wahl zwischen Böschung und Verbau entscheidet über Platzbedarf, Aushubmenge und Kosten.

Die Regel
Bis 1,25 m Tiefe dürfen Gräben und Gruben senkrecht stehen, wenn der Boden es zulässt. Darüber muss abgeböscht oder verbaut werden. Niemand arbeitet in einer ungesicherten Grube, auch nicht kurz.
Böschungswinkel nach Boden
- Nichtbindiger Boden wie Sand: höchstens 45°
- Bindiger Boden wie Lehm: bis 60°
- Fels: bis 80°
- Bei Wasserzutritt, Erschütterung oder Lasten am Rand flacher
Wann der Verbau besser ist
Wenn der Platz fehlt: Grenzbebauung, Nachbargebäude, enge Grundstücke. Ein Verbau hält die Wand senkrecht, spart Aushub und Verfüllung, kostet aber Einbau und Miete. Bei großer Tiefe und schlechtem Boden ist er ohnehin Pflicht.
Arbeitsraum nicht vergessen
Rund um das Fundament braucht es mindestens 50 cm Arbeitsraum für Abdichtung und Drainage. Die Böschung beginnt erst dahinter. Deshalb ist die Grube oben deutlich größer als das Haus.
Häufige Fragen
Wer entscheidet über Böschung oder Verbau?
Wie viel mehr Aushub bringt eine Böschung?
Darf ich am Grubenrand Material lagern?
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